Archive for the ‘Nur Blog’ Category

Die Qual der Wahl

Thursday, December 20th, 2007

Vor einigen Wochen, Dao und Bob waren noch zwei namenlose Skizzen, habe ich mir eine wichtige Frage gestellt. In welcher Sprache soll dein Comic erscheinen?Ich spreche zwei Sprachen. Deutsch und Englisch (oh offiziell natürlich noch Latein… als ob…). Deutsch ist meine Muttersprache. Englisch spreche ich seit einem Auslandsaufenthalt fließend. Beides hat Vor- und Nachteile.

Für Deutsch sprach, dass ich Deutsch von den beiden Sprachen klar besser beherrsche.
Auch in Englisch kann ich mich ausdrücken aber in Deutsch fällt es mir leichter feinere Unterschiede rüberzubringen. Ironie z.B.

Ich überlegte hin und her und kam zu dem Schluss, dass es eigentlich nur um eins geht.
Wen will ich erreichen. Es sprechen nun mal ein paar mehr Leute Englisch als Deutsch. Dementsprechend ist das englischsprachige Internet weitaus größer, als das deutschsprachige. Das bringt allerdings den Knackpunkt mit sich. Es gibt unzählige Webcomics mit einem .com hintendran. UNZÄHLIGE! Meine Suche nach deutschsprachigen Webcomics hat bisher nicht wirklich viel ergeben. Das geniale und allegegenwärtige Nichtlustig kann man sicherlich zu den Webcomics zählen, obwohl es sich mittlerweile mehr um einen Zusatz zu den Büchern handelt. Dann ist da noch Selektive Erinnerung zu erwähnen, die ich jetzt
schon länger lese. Tja und da hört es irgendwie schon auf… Es mag sein, dass ich
einfach dumm oder blind bin, aber auch ein Webcomicverzeichnis in Deutsch habe ich 
nicht gefunden.

Das perfekte Terrain also um einen Comic zu starten! Damit war meine Entscheidung gefallen. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass es einfacher wird hierzulande aufzufallen aber vielleicht geht man ja nicht so sehr unter wie sonst.

Woher Ideen kommen – Fortsetzung

Tuesday, February 19th, 2008

Einen Webcomic zu betreiben ist nicht einfach. Man will einen Zeitplan einhalten und regelmäßig einen neuen Strip veröffentlichen.
Dafür brauch man verschiedene Dinge. Eine Idee, die man in einen Strip umschreibt, die Fähigkeit und Mittel zu Zeichnen und schließlich Zeit, um dem Strip den Feinschliff zu geben.

Die Fähigkeit zu Zeichnen? Nun ja, ich lerne.
Die Möglichkeiten zu Zeichnen? Skizzenbuch, Graphik Tablet, alles da.
Die Zeit, dem Strip den Feinschliff zu geben? Meistens vorhanden.
Was bleibt? Ach ja, die Idee. Da liegt das Problem.

Jeder kennt die Situation, wenn einen ein Geistesblitz trifft. Man sitzt gerade auf dem Klo oder ist unter der Dusche und plötzlich kommt einem eine (vermeintlich) geniale Idee. Doch wie führt man diesen Zustand willentlich herbei?

Die vier Moderatoren von Webcomics Weekly haben eine ganze Sendung dieser Frage gewidmet und ich würde ich mich dem Ergebnis gerne anschließen.
Es geht um ein “Mindset”. Man muss mit einer offenen Einstellung durch das Leben gehen. Viele alltägliche Situationen bieten Stoff für mindestens eine Pointe, wir bemerken es nur nicht.
Wenn man aber bewusst auf der Suche nach einem Gag ist, bieten sich einem enorme Möglichkeiten. Scott Kurtz schlägt vor, dass man immer einen Notizblock bei sich trägt um die Ideen festzuhalten, die einem so tagtäglich kommen. Bestimmt sehr sinnvoll… ist nur sehr unpraktisch, wie ich finde.
Der Meister dieses offenen Mindsets ist, meiner Meinung nach, Obsidian von Commissioned Comic. Lest einfach mal ein paar seiner Comics, dann werdet ihr sehen, was ich meine. Obsidian schlägt aus allem einen Comic heraus.

Für mich steht fest, dass ich daran arbeiten muss, bessere Ideen zu bekommen und in gute Strips umzuschreiben. Im Moment sitze ich noch zu oft ohne Idee für den nächsten Strip rum.

Nächstes Mal gibt es dann etwas zum Thema “Schreiben”.

Gurney Journey

Sunday, February 24th, 2008

Die meisten “Künstler”, die ich kenne, sind autodidakt. Sie sind alle einen mehr oder weniger gleichen Weg gegangen.
Man zeichnet schon als Kind, dann nimmt man die Sache irgendwann ernster und setzt sich genauer mit Malen in Öl, Stillleben oder Portraits auseinander.
Dabei kommt man früher oder später nicht um Lehrbücher herum. Angefangen bei Hogarth’s Zeichenschule über den allmächtigen Bammes bis hin zu Simblet’s Aktbuch. Gemeinsam haben alle Bücher, dass sie klassizistisch Kunsttheorie lehren. Und das sehr gut. Bammes hat mich dazu gebracht, Skizzenbücher nur mit Anatomiestudien zu füllen. Und Simblet verdanke ich Ideen für meine Facharbeit vor ein paar Jahren.
Aber es geht auch anders.

James Gurney ist der Autor und Künstler hinter Dinotopia und bestitzt ein riesiges Wissen über Kunst. In seinem Blog Gurney Journey schreibt er jeden Tag über seine Reise als Künstler.
Schaut es euch an. Gurney könnte Bücher füllen, mit dem, was er bereits geschrieben hat.
Im Moment schreibt er über die Umsetzung von Tieren als humanoide Figuren. Also auch etwas für Comiczeichner.

Der schwache Dollar

Sunday, March 9th, 2008

Soeben habe ich mir die Sheldon Version von “How to make Webcomics” vorbestellt.
Bin sehr gespannt was mich genau erwartet.
Ich höre seit der ersten Sendung den Podcast zum Buch “Webcomics Weekly” und bin davon schon absolut begeistert. Das der Dollar im Moment stark schwächelt und mich das Signierte Buch inklusive Air Mail Versand nur 16€ kostet war dann der finale Anstoß.
Wenn das Buch ankommt werde ich natürlich darüber schreiben.

Weniger abhängig vom Dollar Kurs sind die neuesten Änderungen an Zoohausen.
So gibt es jetzt unter jedem Post einen “Share this” Button, der es selbst Dao an seinen besten Tagen ermöglicht seinen Lieblingsstrip weiterzuleiten.
Außerdem habe ich ein Favicon eingefügt. Das kann man jetzt links neben der Adresszeile bewundern. Mich beschleicht allerdings das Gefühl, dass es ein ähnliches Logo schon gibt. Mir fällt nur nicht mehr ein, wo…

Eierwitze

Sunday, March 23rd, 2008

InfolaborOstern ist in vollem Gange und immer mehr Leute bekommen das österliche Flachwitzsyndrom.  

Sichere Symptome sind Blutungen aus den Ohren, der plötzliche Drang nie wieder ein Ei zu essen und vor Allem der Ausspruch “Oh man ist das flach”. 

Die Betroffenen waren einer Überdosis “Eier suchen? Ich weiß wo die sind.” (verbunden mit einem eindeutig zweideutigen Grinsen und Zwinkern), “Ich zeig dir gleich mal meine Eier.” (in einem betont männlichen Tonfall) oder “Kleine Kinder sollten nicht mit Eiern spielen.” (gefolgt von einem dreckigen Lachen) ausgesetzt.

Bleibt standhaft, noch ein, höchstens zwei Tage und das Grauen ist für ein weiteres Jahr überstanden.

Bis dahin, behaltet die Eier in der Hose. AHHHHH. Nein!!!! Es hat mich erwischt!

Neue CD’s und Punchlines

Friday, April 4th, 2008

Es geht doch nichts über das Gefühl, wenn man eine neue Band findet.
Man hört ein einzelnes Lied, informiert sich über die Band, kauft das Album und auf einmal hört man im Auto nichts anderes mehr.
Kennt jeder, oder?

Genau das Selbe passiert, wenn einem eine Punchline einfällt.
Man denkt über irgendwelche abstrusen Themen, wie massive Ausscheidungen, nach und plötzlich fällt einem eine Pointe ein.
Herrlich!

B-Movies strike back!

Sunday, April 6th, 2008

Hier kann man Bilder vom Set des Dragonball Realfilms sehen. Zumindest solange, bis es dem Studio auffällt.

Dragonball hat mich persönlich vor vielen Jahren zum zeichnen gebracht. Überhaupt ist Dragonball das Naruto der 90iger.
Wenn ich mir jetzt die Bilder anschaue, besonders Justin Chatwin als Son Goku, bekomme ich einen leichten Brechreiz. Das sieht aus, wie ein B-Movie aus den 80iger Jahren.

Aber nun gut. Es sind Bilder vom Set.
Nicht sehr aussagekräftig.
Hoffentlich.

Quelle: bereitsgesehen.de

Nintendo’s Zielgruppe

Monday, April 7th, 2008

Heut morgen auf dem Weg zur Arbeit sprang mich ein großes oranges Plakat an.
“Über 30 Party in der Beethovenhalle Bonn”.
Und wer hat sich die größte Fläche als Premiumpartner, noch vor Wella und Hit Radio Antenne, gekrallt?
Na?
Nintendo!

Es ist ja allseits bekannt, dass Nintendo mit der Wii eine möglichst große Zielgruppe ansprechen will. Anscheinend bezieht sich das jetzt nicht mehr nur auf junge und alte Leute, sondern auch auf alle dazwischen.
Irgendwie logisch, wenn man es sich genau überlegt…

Hellboy 2

Wednesday, April 9th, 2008

OK es sind nicht die frischesten Neuigkeiten, aber der Hellboy II Trailer sieht absolut genial aus.

Den ersten Teil habe ich auf einem 24-Stunden Flug gesehen. 3 Mal.
Trotzdem fand ich ihn etwas… nun ja, flach. Zu viele unnötige Gags.
Nichtsdestotrotz war es ein guter Film und Ron Perlman hatte die Rolle gefunden, für die er geboren wurde.

Dann, letztes Jahr, war ich von Pan’s Labyrinth (ebenfalls vom Hellboy Regisseur Guillermo del Toro) absolut fasziniert. Besonders das Design hat es mir angetan.
Die Fabelwesen aus dem Labyrinth sehen denen im Hellboy II Trailer nun sehr ähnlich und das lässt hoffen.
September ist leider noch so weit entfernt.

PS: Wenn dieser Film gut wird, dann wird del Toro das für Fantasy, was Christopher Nolan (Memento, The Prestige, Batman) für düstere Filme mit durchdachter Story ist.
Die beiden sehen sich sogar ähnlich….

How to make Webcomics – Rezension

Thursday, April 10th, 2008

Einige werden schon davon gehört haben, “How to make Webcomics” von Brad Guigar, Dave Kellett, Scott Kurtz und Kris Straub ist erschienen.
Für alle Anderen eine kurze Zusammenfassung:
How to make Webcomics ist ein Buch, geschrieben von vier Autoren, die sehr erfolgreiche Webcomics betreiben (siehe Quellen ganz unten).
Zusätzlich zum Buch gibt es seit einigen Monaten, erst wöchentlich, mittlerweile unregelmäßig, einen Podcast, “Webcomics Weekly”.
Der Podcast an sich ist schon äußerst informativ, einige Inhalte überschneiden sich (so ist das Motto des Buches “It worked for us, it can work for you” im Podcast, sozusagen live, entstanden), andere Inhalte sind Zusatz.

Bestellen kann man das Buch als Europäer am Besten über die vier Onlineshops der Autoren. Ich persönlich habe mein Exemplar bei Dave Kellett bestellt und war absolut überrascht, dass das Paket in nur 9 Tagen den Weg über den Atlantik geschafft hat (und da lagen die Osterfeiertage dazwischen).
Lob an Dave Kellett!

In 13 Kapiteln werden alle wichtigen Themen, mit denen ein Webcomickünstler sich auseinandersetzen sollte behandelt.
Angefangen beim Charakterentwurf, über Formatierung der Bilddateien, Website Design, Interaktion mit dem Lesern, usw. bis hin zu fortgeschrittenen Themen, wie Merchandising oder Werbung auf der Website.
Dabei wird ein Kapitel immer von einem der vier Autoren behandelt und die anderen drei geben zwischendurch in Sprechblasen ihren Senf dazu.

Bevor ich zu meiner Bewertung komme, folgendes:
Das Buch richtet sich an Fortgeschrittene. So gibt es keine explizite Anleitung, wie man z.B. am besten Gesichter malt.
Die Autoren gehen sogar so weit, einen professionellen Level vorauszusetzen. Ganz so extrem ist es aber nicht.

How to make Webcomics hat sich für mich absolut ausgezahlt. Es enthält eine ungemeine Fülle an Informationen.
Als Beispiel halte ich jetzt die Zwischenräume meiner Panels weiß. Das lässt den Strip nicht so schwer wirken. Ein simpler Trick, der mir aber nie aufgefallen ist.
Die späteren Kapitel sind ebenso interessant, für mich aber (noch nicht) von Belang.
Merchandising steht bei Zoohausen noch in den Sternen, aber der Grundstein dafür, die Interaktion mit den Lesern und das Etablieren des eigenen Namens, diese Themen werden ebenso gründlich behandelt.

Als netter Bonus finden sich einige Strips auf jeder Seite, die das Kapitel kommentieren und es gibt detaillierte Besprechungen mehrer Comics.

Betrachtet man die aktuelle Dollarsituation sollte man vor November (wenn Obama Präsident wird und der Dollar wieder steigt :P ) zuschlagen.
Und zwar jeder, der sich ernsthaft mit Webcomics auseinandersetzt.
Ich persönlich strebe nicht an, meinen Lebensunterhalt mit meinem Comic zu verdienen, nichtsdestotrotz bemühe ich mich, mir einen guten Namen zu machen.
How to make Webcomics hilft dabei.

Hier die Webseiten der vier Autoren/Künstler:
Tut den Jungs einen Gefallen und kauft euch das Buch nicht über Amazon oder ähnliches, sondern über die Seiteneigenen Shops eures Lieblingscomics.
Da verdienen sie zum Einen mehr dran und außerdem kann man für ein paar extra Dollar einen netten Kommentar und eine Skizze bekommen.

Sheldon Comics
PVP Online
Starslip
Evil Inc.

Wenn ihr zuschlagt, lasst mich wissen, was ihr davon haltet.