Archive for February, 2008

Woher Ideen kommen – Fortsetzung

Tuesday, February 19th, 2008

Einen Webcomic zu betreiben ist nicht einfach. Man will einen Zeitplan einhalten und regelmäßig einen neuen Strip veröffentlichen.
Dafür brauch man verschiedene Dinge. Eine Idee, die man in einen Strip umschreibt, die Fähigkeit und Mittel zu Zeichnen und schließlich Zeit, um dem Strip den Feinschliff zu geben.

Die Fähigkeit zu Zeichnen? Nun ja, ich lerne.
Die Möglichkeiten zu Zeichnen? Skizzenbuch, Graphik Tablet, alles da.
Die Zeit, dem Strip den Feinschliff zu geben? Meistens vorhanden.
Was bleibt? Ach ja, die Idee. Da liegt das Problem.

Jeder kennt die Situation, wenn einen ein Geistesblitz trifft. Man sitzt gerade auf dem Klo oder ist unter der Dusche und plötzlich kommt einem eine (vermeintlich) geniale Idee. Doch wie führt man diesen Zustand willentlich herbei?

Die vier Moderatoren von Webcomics Weekly haben eine ganze Sendung dieser Frage gewidmet und ich würde ich mich dem Ergebnis gerne anschließen.
Es geht um ein “Mindset”. Man muss mit einer offenen Einstellung durch das Leben gehen. Viele alltägliche Situationen bieten Stoff für mindestens eine Pointe, wir bemerken es nur nicht.
Wenn man aber bewusst auf der Suche nach einem Gag ist, bieten sich einem enorme Möglichkeiten. Scott Kurtz schlägt vor, dass man immer einen Notizblock bei sich trägt um die Ideen festzuhalten, die einem so tagtäglich kommen. Bestimmt sehr sinnvoll… ist nur sehr unpraktisch, wie ich finde.
Der Meister dieses offenen Mindsets ist, meiner Meinung nach, Obsidian von Commissioned Comic. Lest einfach mal ein paar seiner Comics, dann werdet ihr sehen, was ich meine. Obsidian schlägt aus allem einen Comic heraus.

Für mich steht fest, dass ich daran arbeiten muss, bessere Ideen zu bekommen und in gute Strips umzuschreiben. Im Moment sitze ich noch zu oft ohne Idee für den nächsten Strip rum.

Nächstes Mal gibt es dann etwas zum Thema “Schreiben”.

Gurney Journey

Sunday, February 24th, 2008

Die meisten “Künstler”, die ich kenne, sind autodidakt. Sie sind alle einen mehr oder weniger gleichen Weg gegangen.
Man zeichnet schon als Kind, dann nimmt man die Sache irgendwann ernster und setzt sich genauer mit Malen in Öl, Stillleben oder Portraits auseinander.
Dabei kommt man früher oder später nicht um Lehrbücher herum. Angefangen bei Hogarth’s Zeichenschule über den allmächtigen Bammes bis hin zu Simblet’s Aktbuch. Gemeinsam haben alle Bücher, dass sie klassizistisch Kunsttheorie lehren. Und das sehr gut. Bammes hat mich dazu gebracht, Skizzenbücher nur mit Anatomiestudien zu füllen. Und Simblet verdanke ich Ideen für meine Facharbeit vor ein paar Jahren.
Aber es geht auch anders.

James Gurney ist der Autor und Künstler hinter Dinotopia und bestitzt ein riesiges Wissen über Kunst. In seinem Blog Gurney Journey schreibt er jeden Tag über seine Reise als Künstler.
Schaut es euch an. Gurney könnte Bücher füllen, mit dem, was er bereits geschrieben hat.
Im Moment schreibt er über die Umsetzung von Tieren als humanoide Figuren. Also auch etwas für Comiczeichner.