Einige werden schon davon gehört haben, “How to make Webcomics” von Brad Guigar, Dave Kellett, Scott Kurtz und Kris Straub ist erschienen.
Für alle Anderen eine kurze Zusammenfassung:
How to make Webcomics ist ein Buch, geschrieben von vier Autoren, die sehr erfolgreiche Webcomics betreiben (siehe Quellen ganz unten).
Zusätzlich zum Buch gibt es seit einigen Monaten, erst wöchentlich, mittlerweile unregelmäßig, einen Podcast, “Webcomics Weekly”.
Der Podcast an sich ist schon äußerst informativ, einige Inhalte überschneiden sich (so ist das Motto des Buches “It worked for us, it can work for you” im Podcast, sozusagen live, entstanden), andere Inhalte sind Zusatz.
Bestellen kann man das Buch als Europäer am Besten über die vier Onlineshops der Autoren. Ich persönlich habe mein Exemplar bei Dave Kellett bestellt und war absolut überrascht, dass das Paket in nur 9 Tagen den Weg über den Atlantik geschafft hat (und da lagen die Osterfeiertage dazwischen).
Lob an Dave Kellett!
In 13 Kapiteln werden alle wichtigen Themen, mit denen ein Webcomickünstler sich auseinandersetzen sollte behandelt.
Angefangen beim Charakterentwurf, über Formatierung der Bilddateien, Website Design, Interaktion mit dem Lesern, usw. bis hin zu fortgeschrittenen Themen, wie Merchandising oder Werbung auf der Website.
Dabei wird ein Kapitel immer von einem der vier Autoren behandelt und die anderen drei geben zwischendurch in Sprechblasen ihren Senf dazu.
Bevor ich zu meiner Bewertung komme, folgendes:
Das Buch richtet sich an Fortgeschrittene. So gibt es keine explizite Anleitung, wie man z.B. am besten Gesichter malt.
Die Autoren gehen sogar so weit, einen professionellen Level vorauszusetzen. Ganz so extrem ist es aber nicht.
How to make Webcomics hat sich für mich absolut ausgezahlt. Es enthält eine ungemeine Fülle an Informationen.
Als Beispiel halte ich jetzt die Zwischenräume meiner Panels weiß. Das lässt den Strip nicht so schwer wirken. Ein simpler Trick, der mir aber nie aufgefallen ist.
Die späteren Kapitel sind ebenso interessant, für mich aber (noch nicht) von Belang.
Merchandising steht bei Zoohausen noch in den Sternen, aber der Grundstein dafür, die Interaktion mit den Lesern und das Etablieren des eigenen Namens, diese Themen werden ebenso gründlich behandelt.
Als netter Bonus finden sich einige Strips auf jeder Seite, die das Kapitel kommentieren und es gibt detaillierte Besprechungen mehrer Comics.
Betrachtet man die aktuelle Dollarsituation sollte man vor November (wenn Obama Präsident wird und der Dollar wieder steigt
) zuschlagen.
Und zwar jeder, der sich ernsthaft mit Webcomics auseinandersetzt.
Ich persönlich strebe nicht an, meinen Lebensunterhalt mit meinem Comic zu verdienen, nichtsdestotrotz bemühe ich mich, mir einen guten Namen zu machen.
How to make Webcomics hilft dabei.
Hier die Webseiten der vier Autoren/Künstler:
Tut den Jungs einen Gefallen und kauft euch das Buch nicht über Amazon oder ähnliches, sondern über die Seiteneigenen Shops eures Lieblingscomics.
Da verdienen sie zum Einen mehr dran und außerdem kann man für ein paar extra Dollar einen netten Kommentar und eine Skizze bekommen.
Sheldon Comics
PVP Online
Starslip
Evil Inc.
Wenn ihr zuschlagt, lasst mich wissen, was ihr davon haltet.