Seit ein paar Tagen spiele ich Drakensang und bis jetzt macht es viel Spaß.
Ich bin erst ca. 10 Stunden im Spiel und momentan mit dem zweiten großen Gebiet, dem Moor, fertig.
Was direkt ins Auge fällt ist das Tempo von Drakensang. Ganz Anders als bei den neuen Bioware Spielen, wie Mass Effect, geht es hier sehr gemütlich zu. Wie in Baldur’s Gate gibt es viel Text zu lesen, viel Mikromanagment zu betreiben und eine große Story.
Dabei sind die Texte durchweg äußerst unterhaltsam, das Mikromanagment bietet einem viele Möglichkeiten und die Story ist (bis jetzt) sehr spannend.
Ich habe zwar nie DSA gespielt (sondern Shadowrun), aber trotzdem kann ich sagen, dass Radon Labs das typische “Rollenspielgefühl” getroffen haben. (Warum ist Shadowrun nur so traurig verramscht worden?)
Häufiger Kritikpunkt sind die Belohnungen und Gegner.
Erst jetzt im Moor habe ich vereinzelt interessante Gegner getroffen. Vorher gab es nur Ratten, Amöben, Ratten und Amöben.
Magische Gegenstände tauchen auch erst jetzt vereinzelt auf.
Das finde ich persönlich aber nicht so dramatisch, wenn man davon ausgeht, dass ich jetzt erst ungefähr ein Viertel des Spiels gesehen habe.
Ein Manko in meinen Augen ist vielmehr das harmlose Setting des Schwarzen Auges.
Genau aus diesem Grund hatte sich meine Spielgruppe damals für das düstere und schlicht offenere Shadowrun entschieden.
In Aventuerien sind die bösen Böse und die guten Gut.
Es gibt die sabbernden Oger und strahlenden Helden. Selbst die Taschendiebe sind noch edelmütig und halten sich an einen strengen Kodex.
Wer sich daran nicht stört und Lust auf eine wirklich gelungene Story und ein tolles Rollenspielgefühl hat, dem sei Drakensang empfohlen.
43€ kostet der Spaß und ganz nebenbei unterstützt man auch noch ein deutsches Spieleunternehmen.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich irgendwer erbarmt und den Shadowrunfans ein würdiges Spiel entwickelt.